Endrunde der Saison: Spannung bis zum letzten Brett

Bericht von Janine Rieken:

Am 10. Mai fand die Endrunde im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus statt.

Bevor die Endrunde startete, herrschte eine gesellige Atmosphäre. Die Spieler tauschten sich untereinander aus und übten voller Vorfreude bereits an den Brettern. Dabei arbeiteten einige gemeinsam an ihren Plänen und analysierten verschiedene Stellungen.

Während der gesamten Endrunde wurde ausreichend Verpflegung zur Verfügung gestellt. Nach der Ansprache begaben sich alle an ihre Plätze und warteten gespannt auf die Freigabe der Partien. Als es dann endlich losging, konnte man den Ehrgeiz jedem Spieler im Gesicht ansehen.

Die Endrunde war sehr interessant und von großer Spannung geprägt, da mehrere Mannschaften noch um den Aufstieg kämpften. Hinzu kamen zahlreiche unerwartete Wendungen in einzelnen Partien und Mannschaftskämpfen.

Ein Beispiel dafür war der Mannschaftskampf zwischen Turm Kleve 4 und Kevelaer 3. Obwohl Turm Kleve 4 im Vorfeld nicht als große Bedrohung angesehen wurde, gab es doch eine überraschende Wende.

Den ersten Punkt für Turm Kleve 4 gewann Christian Olaru an Brett 6 gegen Jürgen Jürgens. Christian spielte sehr solide und setzte seine guten Pläne konsequent um. Durch diesen ersten Punkt für Kleve 4 wurde der Druck auf Kevelaer 3 deutlich größer, da Turm Kleve 4 an Brett 1 sowie an Brett 5 zunächst besser stand. Zudem waren die restlichen Bretter weitgehend ausgeglichen.

Den nächsten Punkt für Kleve 4 holte dann Yusuf Dag gegen Helmut Timmermann an Brett 5. Mit einer aggressiven Spielweise und ebenfalls guten Plänen konnte er sich durchsetzen.

Allerdings musste Otto Hartwig an Brett 3 nach langem Kampf gegen Harald van Leyen einen Punkt abgeben. Dennoch hielt er sich gegen seinen fast 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner sehr gut und zeigte eine starke Leistung.

Obwohl Kleve 4 zunächst in Führung lag, holte Thomas Rauers gegen Michael Rudenko an Brett 4 für Kevelaer 3 den nächsten Punkt und glich damit zum 2:2 aus.

An Brett 2 sah sich Dieter einer vierzügigen Kombination von Rainer Bach ausgesetzt, die viele überraschte. Doch Dieter setzte noch einen drauf und durchkreuzte die Pläne seines Gegners. Dadurch stand es anschließend 3:2 für Turm Kleve 4.

Brett 1 entschied somit über Sieg oder Remis. Die Partie dauerte lange an, und obwohl es zu Beginn deutlich besser für Janine Rieken von Turm Kleve 4 aussah, konnte Matthias Wans, der über 500 DWZ-Punkte stärker war, die Partie noch für sich entscheiden. Damit endete der Mannschaftskampf schließlich 3:3.

Einige Spieler nutzten ihre komplette Bedenkzeit aus und kämpften bis zum bitteren Ende. Die hohe Konzentration war im gesamten Spielsaal deutlich spürbar. Vor allem Turm Kleve 3 hatte einen sehr harten Kampf hinter sich. Dennoch brachte die Endrunde den Aufstieg für Turm Kleve 3, da der SV Springer Kranenburg auf den Aufstieg verzichtete.

Egal ob gewonnen oder verloren, jeder einzelne Spieler hat alles gegeben. Ein großer Dank geht außerdem an den Schachverein Kevelaer für die Organisation der Verpflegung sowie die Bereitstellung des Spiellokals.

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