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Spielbericht vom 4. Spieltag:

Die 1. Mannschaft ist Tabellenführer

Am 17.Dezember 2000 fand der 4.Spieltag in der Verbandsklasse statt. Unsere 1.Mannschaft reiste als Tabellendritter nach Duisburg zur SG Hochheide. Wir traten quasi in Bestbesetzung an, lediglich Tae Sung fehlte aus den ersten Acht. Somit waren wir deutlicher Favorit und erwarteten einen klaren Sieg.

Hochheide konnte die Partien lange Zeit offen halten, doch nach drei Stunden trafen die ersten Erfolgsmeldungen bei Mannschaftsführer Thomas Verfürth ein. Zunächst konnten Arie Huysman und Christof Jansen volle Punkte einfahren, denen folgte ein Sieg von Wilfried Krebbers. Damit war der Mannschaftskampf quasi entschieden.

Noch vor der Zeitkontrolle folgten Siege von Axel Vehreschild und Eric Holderer, ein Remis von Wim Ratering und eine Niederlage von Michel van Leeuwen. Lediglich Thomas Verfürth spielte nach 4 Stunden noch. Beim Stand von 5,5:1,5 ging es nur noch um sein persönliches Resultat, allerdings war sein Endspiel unklar bis schlechter. Sein Gegner übersah schließlich eine sichere Remisabwicklung und nahm stattdessen einen vergifteten Bauern, was Thomas noch den ganzen Punkt und Kleve einen 6,5:1,5 Erfolg brachte.

Die nächste gute Nachricht folgte am Abend, als die übrigen Ergebnisse des 4. Spieltages eintrafen. Die beiden vor uns platzierten Mannschaften patzen (Rheinhausen 4:4 gegen Ronsdorf, Elberfeld III 3:5 bei Turm Krefeld III), so dass wir die Tabellenführung erringen konnten. Damit können wir wieder aus eigener Kraft aufsteigen, allerdings trennt uns nur 1 Punkt von Fünften der Tabelle, für Spannung ist also gesorgt.

(Axel Vehreschild)


Spielbericht vom 5. Spieltag:

Mit Dusel Tabellenführung verteidigt

Nachdem die 1. Mannschaft am letzten Spieltag völlig überraschend Platz 1 erklommen hat und somit nun aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen kann, galt es im neuen Jahr, diese Chance zu waren. Mit Turm Rheinberg kam ein Gegner, gegen den dieses Unterfangen durchaus realistisch war. Zwar fehlten mit Christof Jansen, Michel van Leeuwen, Ari Huysmann und Wilfried Krebbers vier Stammspieler, doch die Mannschaft war rechnerisch immer noch überlegen, zumal auch Rheinberg ohne seinen besten Spieler antrat.

Der Start war recht positiv, da Arnd Los seinen Gegner in nur 16 Zügen bezwang (siehe Partie unten) und auch Stefan Jaspers schnell eine vielversprechende Stellung erreichte. Nachdem Axel Vehreschild früh remisierte sorgte Tae-Sung Chung mit einem interessanten aber wohl inkorrekten Springer-Opfer für Aufsehen. Dem Sieg von Stefan Jaspers in einer schönen Partie mit Damenopfer für 2 Türme und 1 Bauern folgte das Remis von "Neueinkauf" Dennis Arts an Brett 8, der eine vorteilhafte Stellung und einen Mehrbauern nicht zum Sieg nutzen konnte, trotzdem Glückwunsch zum gelungenen Einstand in der ersten Mannschaft.

Als allerdings Eric Holderer in ein zweizügiges Matt lief und Thomas Verfürth in der Zeitnot eine Figur stehen ließ kippte der Mannschaftskampf, zumal auch Wim Ratering lange Zeit um Ausgleich kämpfte. Tae-Sung Chung hatte zwar mittlerweile die Figur zurück, aber zum Gewinn war es noch ein weiter Weg, Wim Ratering konnte seine Stellung Stück für Stück verbessern, und auch Thomas Verfürth bekam 2 Bauern Kompensation für die Minusfigur. Als Tae-Sung Chung dann seine Partie noch gewinnen konnte (wonach es lange Zeit nicht aussah) und den Vorsprung auf 4:2 ausbaute, schien der Sieg und die Verteidigung der Tabellenführung gerettet. Wim Ratering remisierte schließlich in besserer Stellung und auch Thomas Verfürth konnte noch einen halben Punkte erzielen.

Letztendlich gab es den erwarteten 5:3 Sieg, doch nach der Zeitkontrolle hätte man auch einen oder beide Punkte abdrücken können. Wenn uns das Glück der letzten beiden Runden treu bleibt, muss man sich keine Sorgen um den Aufstieg machen, doch die Erfahrung der letzten beiden Jahre zeigt, dass es auch anders laufen kann. Also müssen wir weiter siegen, dann kann uns den Aufstieg keiner nehmen. Abschließend noch der Blitzsieg von Arnd Los an Brett 6:

Los - Marganiec [B07]

1.e4 d6 2.c4 Sf6 3.Sc3 e5 4.Sf3 Sc6 5.d4 Lg4 6.d5 Lxf3 7.gxf3 Sd4 8.Le3 c5 9.dxc6 Sxc6 10.Db3 Sd4 11.Lxd4 exd4 12.Da4+ Dd7 13.Sb5 Kd8 14.0-0-0 a6 15.Da5+ Kc8

Wie hat Weiß die Partie direkt beendet?

wT







(Axel Vehreschild)


Spielbericht vom 6. Spieltag:

Trotz Punktverlust weiter Tabellenführer

Am 04.02. wurde es wieder ernst für die 1. Mannschaft des SK Turm Kleve. Man musste am 6. Spieltag zur nominell starken Mannschaft von Erkrath II reisen, die allerdings, wie schon an den vergangenen Spieltagen, deutlich ersatzgeschwächt antrat. So liefen nur vier Spieler der Stamm-Acht auf. Kleve hatte bis auf Christof Jansen und Ari Huysman alle Spieler an Bord, inklusive Neueinkauf Dennis Arts.

Die Situation schien sich noch zu bessern, als der derzeitige "Unsicherheitsfaktor" Eric Holderer ebenso Remis machte wie der in teilweise sehr schlechter Stellung stehende Axel Vehreschild, die damit den frühen Sieg von Thomas Verfürth aufstockten. Da gleichzeitig Wilfried Krebbers und Arnd Los vielversprechende Stellungen auf dem Brett hatten, deutete alles auf einen Sieg der Klever hin.

Doch plötzlich kippte das Spiel, nachdem Michel van Leeuwen durch einen "Unforced Error" eine Figur wegstellte und auch Dennis Arts dem Turm-Paar seiner Gegnerin nichts entgegen stellen konnte. Die Remise von Wim Ratering und leider auch von Arnd Los summierten den Spielstand auf 3:4, wodurch Wilfried Krebbers gezwungen war, zu gewinnen, um das Mannschaftsremis zu sichern.

Die Partie entwickelte eine klassische "Mannschaftskampf-Dramatik" mit taktischen und strategischen Kombinationen und dem glücklicheren Ende für uns (siehe auch Aufgaben unten).

1 Punkt gewonnen und der Katastrophe entwischt, aber jetzt sind wir nur noch Punktgleich mit Ronsdorf und Elberfeld und selbst bei 100%iger Restausbeute droht nun ein Stichkampf gegen Elberfeld (Ronsdorf bekommen wir am letzten Spieltag).

Schwarz (Wilfried Krebbers) hat gerade 51. ... Ld7-c6 gezogen und die folgende taktische Abwicklung übersehen, die den Materialvorteil umdreht. Wie lautet sie?

















Gerade zwei Bauern eingeseppelt, was kann Schwarz am Zug nun noch machen (ein Sieg muss her, um zumindest ein 4:4 und damit einen Mannschaftspunkt zu erreichen)



(Axel Vehreschild)


Spielbericht vom 7. Spieltag:

Das Spitzen-Trio marschiert

Am 18. März trat unsere Erste zum 7. Spieltag der Varbandsklasse an. Es war die Heimpremiere im neuen "Stadion", dem Neubau des Kolpinghauses. Dies nahmen auch unsere Gegner aus Krefeld dankbar zur Kenntnis, war doch unsere alte Spielstätte bereits bei vielen Schach-Teams berüchtigt, doch diese Geschichten gehören der Vergangenheit an.

Unser Gegner Turm Krefeld III hat nach der Niederlage in der vergangenen Runde seine Aufstiegs-Chancen eingebüßt und reiste folglich deutlich ersatzgeschwächt nach Kleve. Auch bei uns fehlten mit Christof Jansen und Michel van Leeuwen die beiden Top-Bretter, ansonsten war man in Bestbesetzung.

Erste Vorteile konnte Eric Holderer aus der Eröffnung erzielen, die erste Gewinnstellung gelang dann Thomas Verfürth, der aus einer schwer einschätzbaren Eröffnung mit deutlichem Materialvorteil hervorging und schließlich nach knapp 3 Stunden auch gewann. Dies kam ihm auch ganz gelegen, da er anschließend zur Geburtstagsfeier eingeladen war (sein Sohn wurde 1!). Zu diesem Zeitpunkt standen Karsten Lorum und Arnd Los ziemlich remislich und auch mein Vorteil löste sich gerade in ein schlechteres Endspiel auf.

Es folgten Punkteteilungen bei Eric Holderer und Wim Ratering, Wilfried Krebbers musste sich hingegen geschlagen geben. Unsere beiden Schlussbretter konnten ihre Endspiele hingegen sehr vorteilhaft ausbauen, so dass hier mittlerweile mit zwei vollen Punkten gerechnet werden konnte. Auch Ari Huysmann war mit Qualität + Bauer im Vorteil, was er jedoch noch über die Zeitkontrolle (6 Züge in 1 Minute) bringen mußte. Als ihm dies gelang und auch Karsten und Arnd ihre Spiele siegreich beendeten war der Sieg gesichert. Mein Gegner akzepierte auch das Remis im Endspiel mit ungleichen Läufern und Ari schloss den Mannschaftskampf mit einem Sieg zum 5.5 : 2.5 ab.

Unsere punktgleiche Konkurenz (Elberfeld III & Ronsdorf) konnte ebenfalls deutlich gewinnen. Damit läuft alles auf ein zweifaches Endspiel (am letzten Spieltag gegen Ronsdorf) und im Falle des Sieges im Stichkampf gegen Elberfeld III hinaus. Am nächsten Spieltag erwarten wir den punktlosen Tabellenletzten aus Düsseldorf, bevor es dann um den Aufstieg geht.

Axel Vehreschild - Oliver Rohr








Schwarz hat gerade eine Figur auf e4 gegeben, zudem hängt die Dame. Wie kann er die Figur wieder zurückbekommen?



(Axel Vehreschild)


Spielbericht vom 8. Spieltag:

I. Mannschaft siegt souverän gegen Düsseldorfer SV 1854

Am 22.04.01 kam es zum 8. und vorletzten Akt in dieser Saison. Wir erwarteten den punktlosen Tabellenletzten aus Düsseldorf fast in Bestbesetzung. Lediglich Christof Jansen und Axel Vehreschild fehlten. Dadurch kam Tae-Sung Chung zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Schon kurz nach Beginn des Mannschaftskampfes konnte Arnd Los am 8. Brett den Gewinn einer Leichtfigur vermelden und bereits nach 1½ Stunden das 1:0 für Kleve. Kurz darauf erhöhte Arie Huysman an Brett 4 auf 2:0.

Auch an den anderen Brettern stand kein Klever schlecht. Wim Ratering inszenierte an Brett 2 einen Königsangriff und Thomas Verfürth erkämpfte sich am 6. Brett schon frühzeitig eine Qualität und als Zugabe einen Bauer. Bei unseren "Schwarzspielern" Michel v. Leeuwen (Brett 1), Eric Holderer (Brett 3), Tae-Sung Chung (Brett 5) und Wilfried Krebbers (Brett 7) stand alles auf Ausgleich.

Noch weit vor der 1. Zeitkontrolle führte Wim seinen Angriff erfolgreich zu Ende, holte so seinen ersten ganzen Punkt in dieser Spielzeit, und Eric einigte sich mit seinem Gegner auf ein remis. Somit bauten sie die Führung auf 3,5:0,5 aus. Auch Wilfried musste sich in einer leicht besseren Stellung auf eine Punkteteilung einlassen und erhöhte auf 4:1.

Tae-Sung war die lange Spielpause anzumerken. Er versuchte sich vergeblich in einen Königsangriff und kam dabei in erheblicher Zeitnot. Als er in einer unklaren Stellung nur noch 30 Sekunden für mehr als 10 Züge hatte, bot seine Gegnerin ihm überraschend ein Remis an. Dies nahm er sofort an und sicherte uns so den Mannschaftssieg: 4,5:1,5.

Thomas Gegner suchte derweil sein Glück in einen Königsangriff und investierte zusätzlich noch einen Springer um seinen Angriff zu forcieren. Doch nach einem erzwungenen Damentausch durch Thomas gab sich sein Gegenspieler geschlagen. Nun spielte nur noch Michel. In einer für den Mannschaftskampf bedeutungslos gewordenen Partie einigte man sich schnell auf eine Punkteteilung.

Durch diesen 6:2 Sieg haben wir uns die Möglichkeit behalten aus eigener Kraft den Aufstieg in die Verbandsliga zu schaffen. Da unsere direkten Konkurrenten aus Ronsdorf und Elberfeld ebenfalls siegten, kommt es am 06.05 zum Finale gegen den Ronsdorfer SV und eventueller Verlängerung gegen Elberfeld.

(Wilfried Krebbers)


Spielbericht vom 9. Spieltag:

Finale Grande

Was die Spannung betrifft, so kann die Verbandsklasse mit der Fußball-Bundesliga mithalten. Drei Mannschaften waren am letzen Spieltag punktgleich, davon trafen zwei (Wuppertal-Ronsdorf und Kleve) aufeinander, dazu musste Elberfeld III gegen Erkrath II antreten. Die Aufgabe war klar, ein Sieg in Ronsdorf musste her, dann war zumindest ein Stichkampf gegen Elberfeld III um den Aufstieg in die Verbandsliga sicher.

Der Bedeutung des Kampfes entsprechend sahen die Aufstellungen der Mannschaften aus. Ronsdorf war komplett, Kleve trat zwar ohne Wim Ratering an, dafür aber zum dritten Mal in dieser Saison mit Spitzenbrett Christof Jansen, der frisch vermählt direkt aus Den Haag anreiste. Das "Finale Grande" konnte beginnen.

Doch es begann nicht ganz so wie erhofft. Schnell entwickelten sich die Partien von Michel van Leeuwen und Eric Holderer an den Brettern 2 und 3 nachteilig für Kleve, da sorgte auch der (erwartete) Sieg von Christof, der nicht einmal 2 Stunden zum vollen Punkt benötigte, für wenig Zuversicht. Als Axel Vehreschild eine Ungenauigkeit seines Gegner zum finalen K.O. nutze, hieß es nach drei Stunden 2:2, da Michel und Eric in der Zwischenzeit die Waffen strecken mussten.

Doch dann die Überraschung. Thomas Verfürth, Top-Scorer der Klever mit 7 aus 8 war schon schlecht aus der Eröffnung herausgekommen, doch bislang konnte er solche Partien meist umbiegen. Aber heute ließ in sein Glück im Stich, zumal er auch im Mittelspiel schlecht spielte und so konnte Ronsdorf folgerichtig auf 3:2 davon ziehen.

Nun kämpften knapp vor der Zeitkontrolle noch Arnd Los (schon seit 2 Stunden mit zwei soliden Mehrbauern), Arie Huyskamp, der seinen Gegner mit zunehmender Spieldauer immer mehr unter Druck setzen konnte und Wilfried Krebbers, den in ausgeglichener Stellung deutlich an Zeit mangelte. Ein Sieg war noch möglich, doch da mussten noch 2,5 aus 3 her.

Als sich Willi Krebbers mit seinem Gegner schnell auf Remis einigten (wobei dem Gegner die Bedeutung des Remis für uns bzw. Ronsdorf wohl nicht ganz klar war) und Arie nahezu gleichzeitig durch Materialgewinn die Hand seines Gegners zu sehen bekam hellten sich die Gesichter der Klever (und ganz besonders das von Thomas) deutlich auf. Arnd spielte zwar noch eine Weile, doch die Partie war die ganze Zeit gewonnen und schließlich konnte Arnd den siegbringenden 4 1/2. Punkt verkünden.

Der ersten Schritt in Richtung Aufstieg war vollbracht und anschließend fuhr man weiter zum nächsten Wuppertaler Stadtteil nach Elberfeld, wo die ortsansässige 3.Mannschaft auf 7 Spieler aus Erkrath traf, doch diese holten sensationelle 4 Punkte. Dadurch hatte man unerwartet mindestens 1 Punkt Vorsprung vor der gesamten Konkurrenz was den Aufstieg in die Verbandsliga bedeutet.

Nachdem wir die letzten beiden Jahre als zweitplatzierter der Verbandsliga (wobei man den Aufsteiger stets besiegt hatte) jeweils einen neuen Anlauf nehmen musste, hat die Schachgöttin scheinbar am letzten Spieltag dieser Saison (und wohl auch in so manchem Mannschaftskampf während der Saison) erbarmen mit unserer 1.Mannschaft gehabt, so dass wir zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Verbandsliga aufsteigen, wobei wir uns hoffentlich länger als ein Jahr halten werden.

(Axel Vehreschild)